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PRESSEMITTEILUNG

Datum: 03.07.10

Kongress "Aktiv gegen Nazis!" ein voller Erfolg

Grüne Abgeordnete hocherfreut über große Resonanz

Mehr als 70 Aktive nahmen am Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen am
Kongress "Aktiv gegen Nazis!" auf dem Gelände des Uni-Campus in Lüneburg
teil. "Wir freuen uns darüber, dass so viele Engagierte aus Parteien,
Initiativen und Zivilgesellschaft den Kongress zur Vernetzung für ihre
Arbeit gegen Neonazi-Strukturen genutzt haben.", erklärten die vier jungen
Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (EU-Parlament), Sven-Christian
Kindler (Bundestag), Luise Amtsberg (Landtag, Schleswig-Holstein) und Helge
Limburg (niedersächsischer Landtag), die gemeinsam zu dieser Veranstaltung
eingeladen hatten.

In zahlreichen Workshops des Kongresses stand eine Analyse rechtsextremer
Aktivitäten in Norddeutschland und die Entwicklung von Gegenstrategien auf
dem Programm. Abschließend hielten die Grünen-Abgeordneten fest: "Unser
gemeinsames Engagement gegen Nazis geht natürlich auch nach diesem Kongress
weiter - nicht nur im Parlament, sondern auch auf der Straße!"

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In den norddeutschen Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist eine gut vernetzte und eine in der sog. "Mitte der Gesellschaft" verankerte rechtsextreme Szene festzustellen. Sie arbeitet national sowie auch international in einem engen Verbund und tritt zunehmend selbstbewusster auf. Die NPD als aktivste rechtsextremistische Partei ist in ihrer kommunalpolitischen Verankerung in Teilen Deutschlands schon weit vorangeschritten und besonders in Mecklenburg-Vorpommern und auch in einigen Gegenden Schleswig-Holsteins begründen sich die Strukturen der Neonazis auf eine subkulturelle Basis, von der demokratische Parteien teils nur träumen können.

Durch "nationale Basisarbeit" und "zivilgesellschaftliches" Engagement, aber auch durch eine Strategie der Einschüchterung aller, die nicht ins Weltbild der Nazis passen, versuchen die Rechtsextremen die politische und gesellschaftliche Hegemonie an sich zu ziehen. Die Nazis werden jeden Raum der sich ihnen bietet besetzen und für weitere Arbeit nutzen. Nur wenn ein möglichst breiter Protest diese Lücken schließt und den Nazis nicht die Deutungshoheit über die soziale Frage überlässt, wenn dem Versuch der Nazis durch "bürgerschaftliches" Engagement ihre menschenverachtende Ideologie im gesellschaftlichen Mainstream salonfähig zu machen entschieden entgegengetreten wird, dann kann ein weiteres Erstarken der rechten Szene verhindert werden.

Aus diesem Grund findet vom

 02. Juli bis 03. Juli 2010 in Lüneburg auf dem Universitätscampus der Kongress

 Aktiv gegen Nazis

- Rechtsextreme Strukturen erkennen

- Gegenbewegung vernetzen

- Solidarisch Handeln

statt.

Weitere Informationen zum Kongress

Zur Anmeldung

Bei Fragen, Problemen etc.: anmeldung@aktiv-gegen-nazis.org

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehrenoder von dieser auszuschließen.

 

Der Kongress wird organisiert von Helge Limburg (MdL Niedersachsen), Jan Philipp Albrecht (MdEP), Luise Amtsberg (MdL Schleswig-Holstein), Sven-Christian Kindler (MdB).